Diplomarbeit

Tagebuch einer Diplomarbeit...

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Standort: Allgäu, Germany

31 August 2006

Ultimatum

Nachdem mir Doni vorgeschlagen hat, dass ich bis Mitte September eine 90% Version bei ihm vorlegen muss, muss jetzt langsam ein anderes Arbeitstempo her. Da kam es mir gerade gut gelegen, dass ich die vorletzte Augustwoche mit dem Chor nach Italien fuhr.
Aber es hatte einen Vorteil: Endlich mal wieder etwas andere Luft im Kopf
Jetzt heißt es, frisch ran ans Werk und geklotzt, was die Tastatur hält.
Eigentlich muss ich nur noch 2 Punkte ausarbeiten:
1. Aufgaben der TAV
2. Aufgaben des Projektleiters
Dummerweise sind das die größten Punkte...
So wälze ich jetzt Möglichkeiten der Projektorganisation mit den Vor- und Nachteilen, sowie welche Organisation für die vorgesehenen Aufgaben am besten geeignet ist.
Die grundsätzlichen Punkte sind ja schnell gefunden, aber die Füllung dafür ist dann doch etwas zäh.
Das gleiche gilt für die Aufgaben des Projektleiters. Es gibt dort Vorgaben, was der Projektleiter so alles tun und organisieren muss. Allerdings hat das wenig mit dem zu tun, was mir in der Vorlesung über Projektleitung beigebracht wurde. Die Checkliste liest sich eher wie eine Liste von unbeliebten Aufgaben, die man jetzt der neuen Abteilung zuschiebt, weil sie sonst keiner machen will.
Das gleiche gilt für die abgehaltenen Workshops bzw. des Workshops der abgehalten wurde.
Es wurden zwar Aufgaben für die TAV festgelegt, diese wurden aber unvollständig beschrieben...
Ich fange jetzt also damit an, die Aufgaben zu sortieren und neue Aufgaben zu bestimmen. Das schlimmste an der ganzen Sache ist allerdings immer wieder die mangelhafte Informationsmoral der Mitarbeiter. Falls mal zufällig eine Information zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle läuft, dann heißt es "Glück gehabt und weiter hoffen!"
Eigentlich sollte die Hauptaufgabe der TAV nicht "Projektmanagement", sondern "Informationsmanagement" heißen.

17 August 2006

Die Anmeldung...

Langsam kommt der Tag der Wahrheit. Die Diplomarbeit wird angemeldet.
Die erste Besprechung mit Doni rückt auch näher, aber wann war die nochmal...
Zur Vorbereitung soll ich mich mit meinem Betreuer nochmals absprechen, dass das auch Hand und Fuß hat, was ich hier so treib. Wobei er momentan ganz zufrieden scheint.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob auch Doni zufrieden ist... Er erwartet irgendwie eine Komplettlösung. Die wird es aber nicht geben, da ich hier verschiedene Einzelschritte neu gestalten muss.
Aber jetzt fahr ich erstmal am Freitag nach Kempten und hol die ganzen Unterlagen und am Montag sollte die Besprechung gewesen sein und am Dienstag bin ich erstmal noch eine Woche in Italien beim Chorwettbewerb.
Die Planung nach der DA hat sich bei mir auch schon herauskristalisiert. Allerdings kommt es noch auf, ob diese Planung auch so paßt.

08 August 2006

Prozessmatrix... eine Planung

Mein nächstes Projekt behandelt die Prozessmatrix. Zur Vorgeschichte möchte ich mich nicht näher auslassen. Der allgemeine Tenor der Mitarbeiter drückt das am besten aus: "Mit dem Ding kann eh keiner arbeiten!"
Der Ersteller dieses Dokumentes ist davon allerdings voll begeistert und sagt (mit Recht), dass nur keiner mit dieser Matrix arbeiten kann. Da hat er genauso Recht, wie die Mitarbeiter, aber ob das ein Grund ist, Kritik einfach zu ignorieren??
Jetzt darf ich mal wieder ran. Aus den Gesprächen mit den Leuten, die mit dem Teil arbeiten sollten, habe ich relativ viele Kritikpunkte ausarbeiten können. Diese lassen sich aber sehr schnell auf wenige wesentliche Punkte reduzieren.
Erster Kritikpunkt ist die Übersichtlichkeit; der zweite ist die logische Ordnung.
Mein Plan ist momentan diese Matrix erst einmal anhand der Prozesse (=Arbeitsplan) zu organisieren. Dann muss die Übersichtlichkeit wieder hergestellt werden, indem nicht einfach nur Auditfragen abgefragt werden, sondern diese sinnvoll den Abteilungen zugeordnet werden.
Mein Plan ist momentan, dass die erste Seite nur aus den Arbeitsgängen und einer Ampelschaltung für den Status der Abfrage besteht. Zum Glück kann ich anhand des Arbeitsplans eine Excelliste erzeugen und als Futter für das Hauptdatenblatt benutzen. Die zweite Seite besteht aus einem Zeitbalken für noch offene Massnahmen, die aus den offenen Punkten der jeweiligen Prozesse erezugt werden. Die restlichen Seiten sind für die jeweiligen Abteilungen bzw. ihre Punkte, die vor einer Neuteilbesprechung abzuarbeiten sind.
Ich werde also die Auditfragen bzw. die Punkte aus der alten Matrix überarbeiten und den entsprechenden Abteilungen zuordnen. Das Resultat sollte eine logische Abfolge aus Tabellenblättern sein, die nur noch die Punkte enthällt, die für die Abteilungen wichtig sind. Also keine Werkzeugbestellung mehr für die QS oder Messmittelbereitstellung für den Versand...
Ich sehe hier wieder sehr viel VBA bzw. Formelgedöns auf mich zukommen. So ein Glück, dass ich Maschinenbau studiere...

07 August 2006

Neuteilbesprechung oder sinnvolles sinnfrei gestaltet

Die neuteilbesprechung ist eines meiner zentralen Themen meiner Diplomarbeit.
Für mich ist diese Besprechung ein sehr gute Einrichtung, zumindest vom Grundgedanken her. Die Ausführung ist nicht nur meiner Ansicht nach mangelhaft.

Kurz zusammengefasst:
Die Besprechung ist unstrukturiert, die Teilnehmer sind unvorbereitet und die verwendeten Dokumente sind als Hilfsmittel ungeeignet. Das Resultat ist entsprechend.
Für mich ist diese Sitzung eine Blümchentee Veranstaltung nur ohne Blümchentee!

Von Anfang:
Diese Besprechung ist dazu vorgesehen, um den beteiligten Abteilungen den informationsaustausch für ein neues Projekt zu ermöglichen. Dazu ist logischerweise eine Vorbereitung notwendig, um auch zu wissen, was an dem Teil passiert und wie sich evtl. nach- oder vorgeschaltete Arbeitsschritte auf den eigenen Prozess auswirken.